Experientielle Verhaltenstherapie

erlebensorientierte Methoden in der therapeutischen Praxis

Zielgruppe 

  • Kinder-und Jugendpsychotherapeut*innen
  • Psychologische Psychotherapeut*innen
  • Ärzt*innen in Kliniken
  • Ärzt*innen in freien Praxen
  • Mitarbeiter*innen in Kliniken und Beratungsstellen
  • Sozialpädagog*innen in Arbeitsbereichen mit psychisch 
    erkrankten Menschen

 

Die Akkreditierung als Weiterbildung für Psychotherapeut*innen ist bei der Psychotherapeutenkammer beantragt. 

Aktuelle eigene Fälle können in die Sitzungen eingebracht werden. 

In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind wir als Begleiter*innen, Pädagog*innen 
und Therapeut*innen immer wieder aufgefordert, flexibel, kreativ und gegenwärtig zu intervenieren. 

Therapeutische oder beratende Konzepte, die zwar in der Theorie höchst effektiv, ergebnis- und zielorientiert sind, geraten nicht selten schnell an ihre Grenzen, weil sie die Kinder und Jugendlichen, mit denen wir zu tun haben, nicht nachhaltig erreichen.
Die Integration von Körpererleben, Alltags- und Lebensbezogenheit spielen deshalb immer wieder ebenso eine große Rolle in der Therapie wie die Offenheit, Gegenwärtigkeit und Wahrnehmungsfähigkeit des Therapeuten. 

Ziel unserer erlebensorientierten Verhaltenstherapie ist, dass die Veränderungen nicht nur von außen sichtbar, sondern tatsächlich von den Kindern und Jugendlichen erlebt und gespürt werden. Der/die Therapeut*in oder Pädagog*in begleite diesen Prozess der Überprüfung von Wirkungen ständig. Durch körperorientierte Methoden und Focusing bringt der Therapeut*in/Pädagog*in/Berater*in die Klienten direkt in Kontakt mit dem eigenen Erleben und eröffnet damit Beziehungsräume, die stimmige Lösungswege entstehen lassen. 

Diese Weiterbildung vermittelt dazu die Schlüsselkonzepte in Theorie und Praxis sowie das therapeutische Handwerkszeug und Entwicklungsmöglichkeiten eigener Potentiale der Therapeut*innen.

Es werden in der Weiterbildung neben den erlenbensbezogenen Methoden und des Focusing auch Kompetenzen zur Anwendung der Unterstützung von Achtsamkeit und die Einübung der Haltung von Achtsamkeit gelehrt. Spezielle kreative Methoden der Spieltherapie und Theatertherapie werden vorgestellt und erprobt.

Als Grundlage der experientiellen Verhaltenstherapie dienen die Methoden des Focusing. Inhalte entnehmen Sie bitte der Seite: Grundlagenkurs Focusing.

Für weitere Informationen fordern Sie bitte unser Weiterbildungscurriculum an

Einen spannenden Fachartikel mit Informationen über die "Experientielle Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen" von u. a. Kurt Schley finden Sie hier:

Umfang der Weiterbildung:

  • 160 Stunden Unterricht mit Dozenten
  • 40 Stunden dokumentierte Praxisübungen, wobei 20 Stunden in Kleingruppen zur Einübung und Reflektion der Methoden dienen und 20 Stunden dokumentierte Fälle zur Einübung der Anleitungen sind.

Focusing

wurde von Prof. Gendlin, einem Mitarbeiter von Carl Rogers, entwickelt. 

innerhalb dieses Konzeptes hat er den klientzentrierten Ansatz erweitert, indem er Körper und Erlebensprozesse im Rahmen seines Focusingansatzes integrierte.

Gendlin entdeckte im Rahmen seiner Psychotherapieforschung in den 60er Jahren, dass der Erfolg einer Psychotherapie weder von der methodischen Richtung noch von dem Inhalt des Gespräches abhängt, sondern vielmehr davon, wie ein Klient über sich spricht. 

Dieses „wie“ beschrieb Gendlin folgendermaßen:
"Für die erfolgreiche Lösung persönlicher Probleme ist es erforderlich, die Aufmerksamkeit beim Denken und Sprechen über ein Thema unmittelbar auf das eigene Erleben zu richten." 
Es stellte sich heraus, dass dieses Hinhorchen auf die eigene körperliche Befindlichkeit und das behutsame Begleiten des inneren Erlebens zu einer deutlich spürbaren Veränderung führt. Nachdem Gendlin festgestellt hat, dass sich die Klienten und Klientinnen in Bezug auf diese Fähigkeit schon in den ersten zwei Therapiestunden deutlich voneinander unterscheiden, arbeitete er in den folgenden Jahren daran, den Prozess, den Weg hin zu dieser Erlebnisqualität (erlebensorientierte und experientielle Therapie) so genau zu analysieren und zu beschreiben, dass er lehr- und lernbar wird. So entstand des Konzept des Focusing. 

Focusing im therapeutischen Prozess ermöglicht den Klient*innen, in eine vertiefte Beziehung mit sich selbst zu treten, auf sich selbst zu hören, den Kontakt zwischen Denken und Fühlen herzustellen, sich auf die unbewusste/vorbewusste Seite des Erlebens als eine körperlich gefühlte Qualität (gefühlte Bedeutung, "felt sense“) direkt zu beziehen. So kann er deutlicher das Gefühl für "richtig" und "falsch" entwickeln und ernstnehmen. Im Umgang mit belastenden Alltagssituationen sowie als Begleitmethode, um andere Menschen in ihrem Prozess der Selbstauseinandersetzung konstruktiv zu begleiten, ist sie auch für die Elternarbeit eine effektive Methode. Verhaltenstherapeutische Interventionen erhalten hierdurch eine vertiefte und erweiterte Qualität. 

Focusing beinhaltet: 
"nach innen gerichtete körperliche Aufmerksamkeit":

Focusing regt dazu an, den Körper von innen her zu spüren, dem Spüren Raum zu geben, dem Körper Fragen zu stellen. Auf die Antworten des Körpers zu horchen kann seelische Prozesse und Blockaden bewusst machen.
Ziel dieser Weiterbildung ist das Erlernen der grundständigen Methodik des Focusing unter Einbeziehung verschiedener körperorientierter, psychotherapeutisch relevanter Interventionsmöglichkeiten wie de Achtsamkeitstrainings, verschiedener Entspannungsmethoden und körperorientierter Imaginationstechniken.
Achtsamkeit als angewandte Methodik in der Psychotherapie wird in VT-Konzepten (Linehan) bei strukturschwachen Patienten oder in anderen Konzepten (Reddemann) bei Patienten mit Traumafolgestörungen eingesetzt.
Nachweise von Veränderungen in den synaptischen Verknüpfungen zeigen die Effektivität dieser Anleitungen und Übungen. 

Dozenten

Prof. Heinz Joachim Feuerstein

hat Focusing und den Experientiellen Ansatz direkt bei Prof. Gendlin in Chicago gelernt (1985-1990) und ist als Focusing-Spezialist international bekannt. Er ist als zertifizierunsgberechtigter Koordinator beim TIFI – The International Focusing Institute (gegründet von E.T. Gendlin) in New York tätig.
Prof, i. R. für Angewandte Psychologie, Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Ausbilder für Klientenzentrierte Gesprächsführung, Klientzentrierte Psychotherapie und Supervision (GwG/DFG/DGSv); 

Kurt Schley 

Kinder- und Jugendlichenpychotherapeut, Verhaltenstherapeut

Počesnyj profesor, Ukrajinska inzenerno-pedahohicna akademija Charkiw (Ehrenprofessor der Ukrainischen 
Ingenieurpädagogischen Akademie Charkiw)

Počesnyj doktor, Ukrajinska inzenerno-pedahohicna akademija Charkiw (Ehrendoktor der Ukrainischen 
Ingenieurpädagogischen Akademie Charkiw) 

EMDR-Therapeut, Ausbilder DFG für Focusing, Gesprächsführung und Supervision, Supervisor DFG, Reittherapeut DFG

Termine

Die verbindlichen Termine werden zeitnah bekannt gegeben!
 

1. Modul (Focusing-Grundkurs)


Die weiteren Termine der Weiterbildung werden mit den Teilnehmern vereinbart,
um die beruflichen und privaten Terminmöglichkeiten zu berücksichtigen.

Kosten

Die Kosten für die Weiterbildung erhalten Sie auf Anfrage. 

 Ort

OAP Offenburger Akademie für Psychotherapie 

Okenstraße 22 

77652 Offenburg 

Tel: 07 81 / 99 0 29 44 0 



Weitere Informationen und Anmeldung:

OAP Offenburger Akademie für Psychotherapie 

Okenstraße 22 

77652 Offenburg 

Telefon: 07 81 / 99 0 29 44 0 
E-Mail: [email protected]